FBI: High-Tech-Hilfe vom Mormonen
11.07.02 | Netzeitung
Das FBI sucht Beistand bei den Mormonen: Allerdings keinen geistigen, sondern technischen. Der Mitgründer der größten mormonischen Website wird neuer Informationschef der Behörde.
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Die amerikanische Bundespolizei FBI hat den Leiter für Information und Kommunikation der mormonischen Glaubensgemeinschaft, Darwin John, engagiert um die behördeneigenen Computersysteme zu modernisieren und endlich alle Beamten mit Internetzugang, E-Mail und elektronischen Datenbanken auszustatten. Im Gegensatz zu fast allen anderen amerikanischen Arbeitsplätzen arbeitet man sich beim FBI noch immer durch im ganzen Land verstreute Büros voller Papierordner.
John hat der mormonischen Glaubensgemeinde entscheidend beim Aufbau der Ahnenforschungs-Site www.familysearch.org geholfen, die bis zu acht Millionen Page Impression pro Tag zählt und über eine Datenbank mit 900 Millionen Namen verfügt. Die Mormonen sind für ihre Ahnen- und Stammbaumforschung bekannt und Hauptquelle für genealogische Forschungen in den USA.
Darüber hinaus stand John mehreren amerikanischen Unternehmen als Senior-Berater für Informations- und Kommunikationssysteme sowie als Vizepräsident vor. Zu seinen Aufgaben als Informationschef des FBI gehört die Leitung und Überwachung des Aufbaus der Informationstechnologie. Mittelfristig soll vor allem eine Erweiterung der internen Netzwerke und Desktop-Computer, das Erstellen eines «investigativen Datenspeichers» gegen den Terrorismus sowie ein effektiverer Kampf gegen die Cyber-Kriminalität erreicht werden.
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