Mormonen bitten zur Chormusik
14.09.02 | Thüringer Allgemeine Lokales
NORDHAUSEN (lo)."Glücklich zu sein ist der Zweck und die Absicht unseres Daseins" - so denken und fühlen Elder Abrahamson und Elder Heiner. Übers ganze Gesicht strahlen die zwei jungen US-Amerikaner, die im Auftrag der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage in Nordhausen weilen.
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Die in der Modernisierung begriffene Rolandstadt, deren Geschichte bei jedem Schritt zu erkennen ist, finden sie "wonderful" - ihre Gesprächspartner seien zumeist guter Laune. Zweimal wöchentlich besuchen beide das DRK-Seniorenheim in Nordhausen-Nord. Die betagten Menschen freuen sich, dass die zwei netten Mormonen ihren Rollstuhl über die Wege des Rosengartens schieben. "Wir laufen und lachen", so Elder Abrahamson. Für ihn ist Nordhausen nach Magdeburg und Cottbus die dritte und bisher beste Station. Er ist für Elder Heiner der große Bruder, dabei könnte ihm dieser junge Mann einen Einblick in die religiöse Geschichte geben. Er wisse, dass seine Vorfahren aus Thüringen stammen. Um 1840 seien sie ausgewandert, erzählte er. Um 1830 ist übrigens von nur sechs Mitgliedern die "Kirche Christi" in den USA gegründet worden, und seine Ahnen gehörten immer dazu, so Elder Heiner. Inzwischen sind es weltweit 11 Millionen Mitglieder. Elder Heiner möchte übrigens nach seiner Rückkehr in die USA Jura studieren - Elder Abrahamson schwebt ein Wirtschafts- oder Musikstudium vor. Rhythmische Klänge - bei diesem Thema leuchten die Gesichter der zwei Mormonen - soll es am 28. September ab 15 Uhr in der Cyriaci-Kapelle geben. Aus allen Bundesländern kommen etwa 20 Mormonen. Sie wollen ihre Gastgeber mit Chormusik sowie einem gemütlichen Beisammensein verwöhnen. "Das wird schön", wirbt Elder Abrahamson um ganz viele Südharzer Gäste.
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