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Ahnensuche-Online – Den Vorfahren auf der (Gold-)Spur
13.Feb 04 | Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG



Die Suche nach Vorfahren fasziniert viele Menschen. Das Internet bietet eine Fülle von Hilfen, um Stammbäume zu erstellen und in den Bibliotheken der Welt nach den Spuren zu suchen. Oftmals werden Stammbäume gerne zu Jubiläen und Geburtstagen verschenkt. Nutzen Sie das Netz und bieten in Ihrer Region die Ahnensuche als Ihre erfolgversprechende Geschäftsidee an.



Vor zwei Jahren berichtete das Wallstreet Journal über ein interessantes Phänomen, das auch jetzt in Deutschland festzustellen ist. Durch die weite Verbreitung des Internet hat eine Beschäftigung Aufwind erhalten, die früher eher nur als Hobby älterer Menschen angesehen wurde: Die Suche nach Ahnen beziehungsweise der Aufbau und die Pflege von FamilienStammbäumen. Eine Idee, die Sie vergolden können!

Eine der größten Datenbanken im Internet mit kostenlosem Zugriff auf über 400 Millionen namentliche Einträge gewährt die Site "FamiliySearch". Diese Eintragungen gehen teilweise bis in das 17.Jahrhundert zurück: www.familysearch.org. FamilySearch wurde von einer christlichen Glaubensgemeinschaft (den Mormonen) ins Leben gerufen. Und das Interesse an diesen Informationen ist sehr groß. Außergewöhnlich hoch ist dabei die Zahl der Seitenabrufe pro Person. Im Schnitt werden pro Besuch einhundert einzelne Seiten abgerufen. Doch auch kommerzielle Angebote wie etwa Anchistry.com oder Genealogy.com haben einen starken Zulauf. (www.ancestry.com und www.genealogy.com)

Hinter dem Interesse an der Ahnenforschung verbirgt sich ein Milliardengeschäft. Anchistry verlangt von jedem registrierten Teilnehmer 20 beziehungsweise 60 Dollar Nutzungsgebühr. Über 80.000 registrierte Teilnehmer werden derzeit gezählt. Hinzu kommen Einnahmen aus dem Verkauf von Büchern, Datenbanken und weiteren kostenpflichtigen Suchhilfen. Über Genealogy.com sind ähnliche Zahlen bekannt. Angesichts der Tatsache, dass ein Großteil der amerikanischen Bevölkerung seine Wurzeln in Europa hat, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch hier zu Lande ähnlich starke Datenbanken diesen Markt versorgen werden.

In Irland, von wo gerade im letzten Jahrhundert eine Vielzahl von Menschen auf Grund der Hungerkatastrophen auswanderte, werden jetzt schon etliche solcher Datenbanken gezählt. In Deutschland gibt es nur wenige kommerzielle Angebote, die sich speziell an einen amerikanischen Kundenkreis wenden. Als Ahnenforscher sollten auch Sie die Vorteile des Webs für sich nutzen. Die neuen Wege zur Recherche und Datenabfrage, Kontaktpflege und Informationsübermittlung können Sie mit den hier aufgeführten Adressen testen und sich schnell einarbeiten.

Einen erheblichen Mehrwert erzielen Sie jedoch, wenn Sie auch Ihre eigenen Ergebnisse online stellen. Diese Repräsentation ermöglicht es nicht nur anderen Genealogen (Ahnenforschern), auf Ihren Datenbestand zurückzugreifen. Nein, auch Ihnen selbst wird die Arbeit erleichtert. So gewinnen Sie Kontakte zu anderen Forschern, die anhand Ihrer Homepage festgestellt haben, dass Sie am gleichen Namens-Stamm arbeiten, und die Ihnen durch den Austausch weiter helfen können. Dies geschieht z.B. durch den Eintrag Ihrer Genealogischen Homepage in die gängigen Suchmaschinen, mit Arbeitsschwerpunkt und enthaltenen Familiennamen, den Einträgen in entsprechende Verzeichnisse oder der Teilnahme an einschlägigen Newsgroups und Chats.

Sie werden sehen, das Interesse an Ihrer Homepage zur Ahnenforschung ist erstaunlich. Eine solche Homepage können Sie sich selbst erstellen. Ahnenforscher nutzen das Internet hauptsächlich zur Suche für andere. Die meisten Kunden gewinnen Sie noch über Anzeigen in den regionalen Anzeigenblättern und Tageszeitungen sowie durch persönliche Kontakte und Mundpropaganda. Geburtstage, Hochzeiten und Firmen-Jubiläen (Gründer-Namen!) sind Anlass für Ihre Kundschaft, sich einen Stammbaum erstellen zu lassen. Hier finden Sie Ihre Auftraggeber und haben eine neue Geschäftsidee auf uralten Spuren.

Originalartikel
 
 

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